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ORF Radio (Austria)

In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden. Ressortgrenzen gibt es dafür kaum. Wir befassen uns mit...

Location:

Wien (Vienna), Austria

Description:

In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden. Ressortgrenzen gibt es dafür kaum. Wir befassen uns mit allen Weltgegenden und allen Bereichen des Lebens, die gesellschaftlich relevant sind. Im Podcast hören Sie ausgewählte "Journal-Panorama"-Sendungen.

Language:

German


Episodes
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Das späte Gift der Stasi

5/26/2026
Die „Staatssicherheit“ in der ehemaligen DDR war gemessen an der Bevölkerungszahl einer der mitarbeiterstärksten Geheimdienste der Welt. Um die DDR-Diktatur abzusichern, hat die Stasi Angst und Misstrauen gesät, die Bevölkerung flächendeckend überwacht, bedroht und Gewalt gegen sie angewendet. Laut Schätzungen wurden in der DDR 280.000 politisch Verfolgte Opfer von psychischer oder physischer Gewalt. Die Misshandlung ist nicht immer aktenkundig bzw. wurden Akten vernichtet. Welche langfristigen Spuren sie in den Menschen bis heute hinterlässt, hat kürzlich eine Studie der Berliner Charité gezeigt. Etwa ein Drittel der politisch Verfolgten leidet bis heute an manifesten psychischen Belastungen, darunter Depressionen und Angstzustände. Ein neues Gesetz soll nun die Anerkennung von Folgeschäden und die Beantragung von Entschädigungen erleichtern.

Duration:00:30:02

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Klartext: Nach dem Urteil im Spionageprozess

5/21/2026
Nach vier Monaten Verhandlung ist am Straflandesgericht Wien der größte Spionageprozess der vergangenen Jahrzehnte zu Ende gegangen: Der ehemalige Staatsschützer Egisto Ott ist wegen Spionage und Amtsmissbrauchs nicht rechtskräftig zu einer unbedingten Haftstrafe von 4 Jahren und einem Monat verurteilt worden. Ott soll ohne dienstlichen Auftrag Personenabfragen gemacht und Tätigkeiten für den russischen Geheimdienst entfaltet haben. Was bedeutet das Urteil für Österreichs Sicherheit? Und was ist von der geplanten Verschärfung des Spionagegesetzes zu erwarten? Darüber diskutieren: Paul Schliefsteiner, Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies (ACIPSS) Anna Thalhammer, „profil“ Diskussionsleitung: Christian Jänsch

Duration:00:29:50

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Wann kommt der Zug? Das Jahrhundertprojekt Rail Baltica

5/20/2026
Die Schnellzuglinie Rail Baltica ist eines der größten länderübergreifenden Infrastrukturprojekte Europas und soll die Zugfahrzeiten durch das Baltikum – von Warschau über Kaunas und Riga bis nach Tallinn – deutlich verkürzen. Eigentlich sollte die Hochgeschwindigkeitsstrecke spätestens heuer fertiggestellt sein. Doch es hakt noch immer an vielen Stellen, die Baukosten sind von ursprünglich geplanten sechs auf mindestens 24 Milliarden Euro angewachsen. Angepeilt ist die Inbetriebnahme nun für 2030. In den Fokus geraten ist die Rail Baltica auch durch den russischen Überfall auf die Ukraine. Denn die Schnellzugtrasse, die das Baltikum an das europäische Bahnnetz mit Normalspur anbindet, kann laut NATO eine wichtige Rolle bei künftigen Panzer-Transporten und Truppenbewegungen spielen.

Duration:00:29:55

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Bulgarien: Die Gen Z geht in die Politik

5/19/2026
Der ESC-Sieger Bulgarien hat auch politisch turbulente Zeiten hinter sich. Gerade wurde wieder gewählt - zum achten Mal in fünf Jahren. Die junge Generation in Bulgarien, die sogenannte Generation Z, hat genug von Korruption in Politik und Justiz. Sie will in der Politik mitmischen und engagiert sich in verschiedenen Projekten, um Bulgarien zum Besseren zu verändern.

Duration:00:29:47

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Tschechien: Vorreiter bei Bitcoin und Co.

5/18/2026
Für die Anhänger von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist Prag ein magischer Ort. Hier gibt es viele weltweit tätige Firmen aus der Krypto-Branche, einige der Marktführer stammen aus Prag. Die zweitgrößte Krypto-Konferenz der Welt findet jedes Jahr in Prag statt, und Tschechien hat die erste Nationalbank der westlichen Welt, die Kryptowährungen gekauft hat. Warum ist gerade Tschechien Vorreiter bei Kryptogeld? Sendung vom 18.5.2026

Duration:00:29:47

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Bunker, Schutzraum, Notvorrat: Zivile Schutzinfrastruktur einst und heute

5/12/2026
Im Zweiten Weltkrieg boten Luftschutzkeller Schutz vor Bombenangriffen. Im Kalten Krieg war die Angst vor Atomschlägen Antrieb, Schutzräume zu errichten. Wie stark das Bewusstsein für Schutzinfrastruktur in einer Gesellschaft ausgeprägt ist, hängt von der geopolitischen Lage und aktuellen Bedrohungen ab. In Österreich beginnt das Thema Schutzraum-Strategie wieder an Bedeutung zu gewinnen. Welche Bedrohungsszenarien existieren und wie könnte die Zivilbevölkerung im Fall des Falles geschützt werden? Was ist Aufgabe des Staates und wie kann jede und jeder Einzelne gegen Krisen vorsorgen?

Duration:00:29:55

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ESC: Zwischen Vorfreude und Verunsicherung

5/11/2026
Der Eurovision Songcontest gilt als die größte Musikshow der Welt und als Wirtschafts- und Tourismusmotor für die Stadt, die ihn ausrichtet. Heuer sollen an die 160 Millionen Menschen im Fernsehen dabei sein, für die Shows in der Wiener Stadthalle wurden 95 000 Tickets verkauft. Zuletzt hat Österreich den Songcontest 2015, nach dem Sieg von Conchita Wurst, ausgetragen. Die Veranstaltung heuer findet allerdings unter gänzlich anderen Vorzeichen statt. Die politische und wirtschaftliche Lage ist unsicher. In Ländern und Gemeinden herrscht Spardruck, genauso im ORF, der die Veranstaltung ausrichtet. Geopolitisch sorgen der Krieg im Iran und die Lage in Nahost für Unsicherheit. Israel steht wegen des Vorgehens in Gaza in Kritik, fünf Länder boykottieren den Songcontest wegen Israels Teilnahme. Ob man will oder nicht: Ab dem 11.Mai wird man dem Songcontest in Wien nahezu überall begegnen und kaum entkommen.

Duration:00:29:52

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Vermitteln, erinnern, verstehen: Behinderte Menschen in der Erinnerungsarbeit

5/6/2026
In der NS-Zeit wurden rund 70 000 Menschen aufgrund einer Behinderung ermordet. Menschen mit Behinderung sind aber jahrzehntelang aus der Erinnerungsarbeit weitgehend ausgeklammert worden. Das ändert sich nun langsam.

Duration:00:34:24

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Russland: Machtverlust in der Nachbarschaft

5/6/2026
Seit Februar 2022 hält Russlands Krieg gegen die Ukraine die Welt in Atem - ein Krieg, mit dem Russland seinen Großmachtstatus wiederherstellen möchte. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Ukraine wehrt sich militärisch und hat außerdem eine enge Anbindung an die Europäische Union erreicht. Und auch in den anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion, etwa in Zentralasien, dem Südkaukasus und der Republik Moldau, scheint Russland an Macht und Einfluss zu verlieren. Was genau geht in diesen Ländern vor? Wie steht es um die ungelösten Konflikte in Georgien oder Moldau? Welche Rolle spielt China? Und wie können Österreich und die EU dazu beitragen, die Länder zu stabilisieren? Darüber diskutierten Expertinnen und Experten in der Wiener Landesverteidigungsakademie.

Duration:00:30:00

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Ein Jahr Papst Leo - der andere Amerikaner

5/5/2026
Seit einem Jahr ist Papst Leo XIV. als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche im Amt. Von Beginn an versucht er, sich als Friedenspapst zu profilieren. Vor allem deshalb wird der US-Amerikaner zunehmend als eine Art "Anti-Trump" wahrgenommen. Eine Bilanz über das erste Jahr von Papst Leo XIV.

Duration:00:29:57

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Klartext: Causa Wöginger - Schuldspruch und Rücktritt

5/4/2026
August Wöginger ist heute Nachmittag im Prozess wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch schuldig gesprochen worden. Er wurde zu sieben Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 43.200 Euro verurteilt. Auch die beiden Beamten, die in der Bewerbungskommission gesessen sind, wurden wegen Amtsmissbrauchs und falscher Beweisaussage schuldig gesprochen und zu sieben Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, Wögingers Anwalt hat Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet. Wöginger kündigte unmittelbar nach der Urteilsverkündung an, als ÖVP-Klubobmann zurückzutreten. Ihm war vorgeworfen worden, für einen Parteifreund interveniert zu haben, damit dieser Vorstand des Finanzamts Braunau-Ried-Schärding wird. Es habe sich hierbei um kein Bürgeranliegen gehandelt, begründete die Richterin den Schuldspruch. Welche politischen Folgen hat der Prozess bzw. das Urteil? Wie groß ist der Schaden für die ÖVP und für die Politik im Allgemeinen?

Duration:00:29:45

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Klartext: 40 Jahre "Affäre Waldheim"

4/29/2026
Vor 40 Jahren wurde Kurt Waldheim zum Bundespräsidenten gewählt. Im ersten Wahlgang am 4. Mai 1986 erhielt der ÖVP-Kandidat 49,6 Prozent der Stimmen, die Stichwahl am 8. Juni gegen SPÖ-Kandidat Kurt Steyrer gewann Waldheim mit knapp 54 Prozent. Im Wahlkampf zuvor enthüllten das Nachrichtenmagazin profil und andere Medien Details über Waldheims Kriegsvergangenheit, die er zunächst abstritt, dann relativierte – die „Waldheim-Affäre“ erschütterte Österreich und bewirkte, dass sich das Land erstmals ernsthaft seiner NS-Geschichte stellen musste. Welche Rollen spielten ÖVP und SPÖ damals im Wahlkampf? Wie hat die „Affäre Waldheim“ das Ende der „Opferthese“ beschleunigt oder überhaupt ermöglicht? Inwieweit wirkt sie bis heute nach? Darüber diskutieren: Herbert Lackner, Journalist, ehem. Chefredakteur profil Ferdinand Trauttmansdorff, Diplomat, ehem. Waldheim-Mitarbeiter

Duration:00:29:55

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Todesvögel mit Argusaugen: Wie Drohnen den Krieg verändern

4/28/2026
Der Krieg der Zukunft findet längst statt: In der Ukraine hat sich der Himmel in ein Gefechtsfeld aus Aufklärung, Angriff und Gegenangriff verwandelt. Was mit umgebauten Baumarkt-Drohnen begann, ist zu einem hochtechnisierten Drohnenkrieg geworden, in dem Software und künstliche Intelligenz immer wichtiger werden. Kleine, billige Systeme ersetzen zunehmend teure Hightech-Waffen und verändern die Logik des Gefechts grundlegend. Zugleich verschwimmen die Grenzen zwischen Front und Hinterland, zwischen ziviler Technik und militärischem Einsatz. Drohnen entscheiden nicht nur das Kriegsgeschehen, sondern befeuern auch eine stark wachsende und innovative Drohnenindustrie. In diesem rasanten Wettlauf stellt sich die Frage, wie viel Kontrolle der Mensch in einem automatisierten Krieg überhaupt noch behält, während die Ukraine unfreiwillig als globales Labor für die Kriege von morgen dient.

Duration:00:29:51

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Mikrokosmos Tschornobyl - Leben in der Sperrzone

4/27/2026
Vor 40 Jahren ereignete sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Seither ist das Gebiet eine streng bewachte Sperrzone. Doch 2022 besetzen russische Truppen den Reaktor und heben im radioaktiv kontaminierten Wald Schützengräben aus. Der ukrainischen Armee gelingt es, die russischen Truppen aus dem Sperrgebiet zu vertreiben, doch seither ist die Sperrzone Einflugschneise für russische Angriffsdrohnen und Raketen. Immer wieder kommt es auch zu Einschlägen. Im Februar 2025 wird der Sarkophag des explodierten Reaktor-Blocks Nummer 4 durch eine russische Drohne beschädigt. Experten warnen vor der Gefahr einer weiteren nuklearen Katastrophe. Gleichzeitig hat sich die Sperrzone in den vergangenen Jahren zu einem einzigartigen ökologischen Gebiet entwickelt. Hier leben die einzige Wildpferdeherde Europas, wilde Kühe und einige wenige Menschen, die die Sperrzone trotz Krieg und Strahlung nicht verlassen wollen.

Duration:00:29:53

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Unbekannter Nachbar Liechtenstein: Ein politisches Porträt

4/23/2026
Liechtenstein gehört wie Monaco, Malta, Andorra oder Singapur zu den rund 50 Klein- und Mikrostaaten weltweit. Mit einer Fläche von 160 Quadratkilometern würde unser Nachbarland zweieinhalb Mal in die Stadt Wien passen. Das Fürstentum hat eine interessante politische Struktur: Es ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage. Seit 2025 lenkt eine Regierungschefin die Geschicke in dem Land, das das Frauenstimmrecht erst 1984 eingeführt hat - als europäisches Schlusslicht. Legale Abtreibungsmöglichkeiten gibt es bis heute nicht, das Fürstenhaus hat sich bisher quer gelegt. Wirtschaftlich hat das Alpenland einiges zu bieten: Es weist eine äußerst dichte Industrialisierung, zahlreiche Banken, Treuhandbüros und Vermögensverwaltungen auf – und gehört zu den reichsten Volkswirtschaften der Welt. Wie lebt es sich in einem Land, das nur elf Gemeinden und knapp 42.000 Einwohnerinnen und Einwohner hat? Was beschäftigt die Menschen?

Duration:00:29:52

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Klartext: Pensionen - wie lange noch, ab wann und wieviel?

4/22/2026
Vor wenigen Tagen haben Seniorenvertreterinnen gewarnt: Die Anhebung des Frauenpensionsalters führt zu vermehrter Arbeitslosigkeit im Alter. Andererseits hat die Regierung konkrete Maßnahmen präsentiert, die das Arbeiten über das Pensionsalter hinaus durch Erleichterungen bei Steuer und Sozialversicherung attraktiver machen sollen. Wie passt das zusammen? Wie stichhaltig sind außerdem die Argumente jener, die sich für eine weitere Anhebung des Pensionsantrittsalters für alle aussprechen? Wäre die nur logisch oder unvertretbar hart? Auch über die Pensionserhöhung für 2027 wird bald wieder diskutiert werden. Soll sie so hoch ausfallen wie die Inflation oder darunter liegen? Wieviel erlaubt die angespannte Budgetlage? Darüber diskutieren: Birgit Gerstorfer, Pensionistenverband (SPÖ) Christine Mayrhuber, WIFO, Vorsitzende der Alterssicherungskommission Johannes Gasser, Sozialsprecher NEOS

Duration:00:30:03

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Die Anwerbung von Pflegekräften aus armen Ländern

4/21/2026
Den Industrieländern des globalen Nordens fehlt es zunehmend an Pflegekräften. Sie rekrutieren deshalb Personal in armen Ländern des Südens: Großbritannien bedient sich seit dem Brexit – gegen den Willen der WHO – in bitterarmen afrikanischen Ländern; auch Österreich versucht verstärkt, Pflegerinnen aus Ländern wie Vietnam, Indonesien oder Kolumbien anzuwerben. Von deren Geldüberweisungen profitieren ihre Familien und die Wirtschaft ihrer Heimatländer. Andererseits aber zerbrechen viele Familien von Arbeitsmigrantinnen. Da vor allem gut qualifizierte Pflegekräfte auswandern, kommt es zu einem Brain-Drain. Die Gesundheitsversorgung in Ländern wie Kenia oder den Philippinen verschlechtert sich. Wie lässt sich diese Entwicklung korrigieren? Inwieweit würde eine Ausbildung ausländischer Kräfte in den Industrieländern statt in den Heimatländern helfen?

Duration:00:29:57

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Sudan: Völkermord vor aller Augen

4/20/2026
Dieser Tage jährt sich der Beginn des Krieges im Sudan zum dritten Mal. Dieser Konflikt ist laut UNO eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt: Rund 9 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben, etwa 4,5 Millionen flohen in die Nachbarländer. Fast ein Drittel der Bevölkerung leidet an Hunger und ist auf Lebensmittellieferungen angewiesen. Weiterhin werden täglich Dörfer und Städte aus der Luft bombardiert, vor allem mit Drohnen. Gezielt werden auch Krankenhäuser ins Visier genommen. Ende Oktober 2025 fand ein regelrechtes Massaker an der Zivilbevölkerung statt: Die Miliz RSF nahm Al-Faschir, die Hauptstadt der Region Darfur ein und metzelte in nur drei Tagen bis zu 70.000 Menschen nieder. Die Aufarbeitung der brutalen Geschehnisse und die internationalen Ermittlungen haben gerade erst begonnen. Klar ist bereits: Die Übergriffe trugen Merkmale eines Völkermords und sind die größten Kriegsverbrechen seit dem Genozid in Ruanda 1994.

Duration:00:29:52

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Sicherheit beginnt im Kopf - Psychologie als Teil der Verteidigungsfähigkeit

4/16/2026
Die prekäre geopolitische Lage hat in Österreich das Thema Landesverteidigung wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Debatten um Wehrpflicht und ein höheres Verteidigungsbudget zeugen davon. Anfang April hat der Ministerrat die Einrichtung eines Krisenkoordinations-Gremiums angesichts des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran beschlossen. Über die psychologische Dimension moderner Sicherheitsvorsorge und Verteidigungsfähigkeit haben Expertinnen und Experten bei der 80. Militärpsychologentagung im Verteidigungsministerium diskutiert. Dazu zählt etwa, wie Menschen und Organisationen auf Extremsituationen vorbereitet werden können.

Duration:00:29:34

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Der Landraub – Wie Russland die Ukraine russifiziert

4/15/2026
Russland hält rund 20% der ukrainischen Gebiete besetzt. Diese Gebiete ähneln einer Blackbox: Unabhängige Berichterstattung vor Ort ist nicht möglich. Viele Menschen haben Angst, mit Medien zu sprechen. Dennoch gelangen ausreichend Informationen nach außen, die belegen, wie systematisch die russischen Besatzer alles Ukrainische in den von ihnen kontrollierten Gebieten zerstören. Die Instrumente: Kultur, Bildung, Bürokratie und Gewalt. Wer sich beispielsweise weigert, einen russischen Pass anzunehmen, erhält keine Sozialleistungen, keine Pension, keine Arbeit, keinerlei Unterstützung. In den Schulen würden schon die Jüngsten propagandistisch indoktriniert und vor allem militarisiert, erklären Menschenrechtsorganisationen. Junge Männer werden von der russischen Armee zwangsmobilisiert; hunderte, wenn nicht tausende Waisenkinder sind nach Russland verschleppt und dort zur Adoption freigegeben worden. In den meisten Fällen hat sich ihre Spur verloren. So schafft Russland Fakten.

Duration:00:29:51