Tagesgespräch-logo

Tagesgespräch

SRF (Switzerland)

Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

Location:

Zürich, Switzerland

Description:

Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

Language:

German

Contact:

Schweizer Radio und Fernsehen Multimediazentrum Fernsehstr. 1-4 CH-8052 Zürich


Episodes
Ask host to enable sharing for playback control

Abstimmungskontroverse zum Zivildienstgesetz

5/26/2026
Den Zivildienst unattraktiver machen, um so die Armee zu stärken: Das will der Bundesrat mit der Revision des Zivildienstgesetzes. Am 14. Juni wird über sechs Massnahmen abgestimmt, die die Hürden für den Wechsel in den Zivildienst erhöhen. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation brauche es diese Verschärfung dringend, um die Sicherheit der Schweiz zu gewährleisten, sagen die Befürworter. Das neue Gesetz schwäche nur den Zivildienst, sorge für Engpässe in Schulen, Spitälern und Altersheimen und nütze der Armee gar nichts, sagen die Gegner. Wer hat recht? SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf und SVP-Nationalrat Mauro Tuena sind zu Gast in der Abstimmungskontroverse bei Eliane Leiser.

Duration:00:25:56

Ask host to enable sharing for playback control

Samstagsrundschau: Elisabeth Baume-Schneider verteidigt AHV2030

5/23/2026
Länger arbeiten sollen möglichst viele. Das Rentenalter erhöhen, will die zuständige Bundesrätin mit AHV2030 aber nicht. Was bringen ihre Vorschläge tatsächlich? Warum die Zweite Säule auch anfassen? Und, was ist mit der 13. AHV-Rente? Fragen an Innenministerin, Elisabeth Baume-Schneider. Das Ziel ist klar: die AHV soll für die Zeit bis 2040 stabilisiert werden. Um Ausgaben und Einnahmen bei einer alternden Bevölkerung im Gleichgewicht zu halten, will der Bundesrat die Anreize so setzen, dass möglichst viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger im Arbeitsmarkt bleiben. Frühpensionierungen würden deutlich weniger attraktiv. Gleichzeitig sollen mehr Anreize geschaffen werden für Menschen, die nach Erreichen des Referenzalters 65 weiterarbeiten. Auch in der Zweiten Säule will der Bundesrat dazu das Mindestalter für Bezüge von heute 58 auf 63 erhöhen. Finanzierungs- und Einnahmelücken sollen geschlossen werden. Insgesamt erhofft sich die Regierung dadurch Mehreinnahmen von rund 600 Millionen Franken pro Jahr. Das heisse Eisen Rentenaltererhöhung fasst die zuständige SP-Bundesrätin jedoch nicht an. Das wäre nicht mehrheitsfähig, ist sie überzeugt. Aber der neuen Vorlage ist eine Mehrheit auch nicht gewiss. Der Eingriff in die berufliche Vorsorge beispielsweise stösst links und rechts auf Ablehnung. Kommt dazu: noch ist offen, wie die vom Volk beschlossene 13. AHV-Rente finanziert werden soll. Wenn sich das Parlament in der kommenden Sommersession nicht einig wird, woher das Geld für die zusätzliche AHV-Rente kommen soll, droht dem Sozialwerk schon in wenigen Jahren ein Milliardenloch. Bundesrätin Baume-Schneider will es mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer stopfen. Ob eine solche mehrheitsfähig wäre, ist fraglich. Was bringt die neue Reform tatsächlich? Ist es richtig, die Frage der Erhöhung des Rentenalters zu verschieben? Was, wenn ältere Arbeitswillige gar keinen Job finden? Neben der Altersvorsorge ist auch der Streit um Medikamentenpreise Thema im Gespräch mit der Gesundheitsministerin. Sie hat konkrete Massnahmen zur Kostendämpfung vorgeschlagen. Dagegen läuft die Pharma-Industrie Sturm und verweist auf den Druck aus den USA. Wie geht sie mit dem Lobbying der Branche um? Und, was kann die Arbeitsgruppe «Lifesciences-Standort», die Elisabeth Baume-Schneider zusammen mit Wirtschaftsminister Guy Parmelin ins Leben gerufen hat, überhaupt erreichen? Bundesrätin und Innen- sowie Gesundheitsministerin, Elisabeth Baume-Schneider, nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

Duration:00:28:50

Ask host to enable sharing for playback control

Werner Bellwald: «Es fühlt sich noch immer irreal an»

5/22/2026
Werner Bellwald hat beim Bergsturz von Blatten sein Zuhause und sein Lebenswerk verloren. Wenige Wochen nach der Katastrophe hat er beschrieben, wie sich das anfühlt. Nun ist er wieder zu Gast im «Tagesgespräch» bei Simone Hulliger und schaut zurück auf das vergangene Jahr. Bald ist es ein Jahr her, seit massive Geröll- und Eismassen Blatten unter sich begraben haben. Nebst seinem Haus hat Bellwald auch zwei Museen verloren, in denen er mit Alltagsgegenstände den Wandel der Gesellschaft dokumentierte. Wenn er heute auf den gewaltigen Schuttkegel schaut, fühle es sich noch immer gleich irreal an wie am ersten Tag. Das ändere sich nicht so schnell, der Verlust gehe tief. Im «Tagesgespräch» erzählt er von einem Gefühl der Entfremdung und davon, dass er erst wieder sesshaft werden will, wenn Blatten wieder steht.

Duration:00:26:24

Ask host to enable sharing for playback control

Pascal Stirnimann: Der oberste Finanzkontrolleur des Bundes

5/21/2026
Werden unsere Steuergelder bei den Bundesbehörden korrekt verwendet? Das prüft die Eidgenössische Finanzkontrolle EFK. Heute die Behörde ihren Jahresbericht veröffentlicht. EFK-Direktor Pascal Stirnimann warnt vor Fehlplanungen beim Bund und erklärt, wo die Schweiz unnötig Geld verliert. Eine Aufgabe der Eidgenössischen Finanzkontrolle EFK besteht darin, zu kontrollieren, ob Parteien und Politiker wahrheitsgemäss offenlegen, wer ihre Kampagnen finanziert. Parteien, Komitees sowie Politikerinnen und Politiker müssen seit 2022 ihre Finanzen deklarieren. Die EFK prüft diese Angaben und verlangt bei Fehlern Korrekturen. Die EFK hatte sich bislang jedoch geweigert, diese Prüfberichte zu veröffentlichen, weil aus ihrer Sicht die rechtliche Grundlage fehlte. Anfang Monat entschied das Bundesverwaltungsgericht jedoch, dass die Berichte veröffentlicht werden müssen. EFK-Direktor Pascal Stirnimann sagt im Tagesgespräch, die EFK akzeptiere das Urteil und werde es nicht weiterziehen. Er ist zu Gast bei David Karasek.

Duration:00:26:16

Ask host to enable sharing for playback control

Margit Osterloh: «Die Frauenquote ist schädlich»

5/20/2026
Die Schweiz kennt in grossen Unternehmen seit fünf Jahren eine Frauenquote. Nun kommt die emeritierte Wirtschaftsprofessorin Margit Osterloh zum Schluss: Die Quote ist unnötig und sogar schädlich. Wie kommt sie zu dieser Aussage? Osterloh ist zu Gast bei Simone Hulliger. Zwanzig Prozent Frauen in Geschäftsleitungen, dreissig Prozent Frauen in Verwaltungsräten von grossen börsenkotierten Unternehmen: Seit der Einführung der Frauenquote wurden diese Zielwerte im Schnitt erreicht. Allerdings: Frauen bleiben in Geschäftsleitungen nur halb so lange wie Männer, stellt Osterloh in ihrem neuen Buch fest. Da das Angebot an Frauen, welche Karriere machen wollen, zu klein sei, würden die Firmen einander die Frauen abwerben. Die kurze Verweildauer schade den Frauen und sei nicht förderlich für die Unternehmen. Man sollte die Frauen nicht zwingen, Machtpositionen zu wollen, so Osterloh. Zusammen mit Katja Rost, Maria Rebecca Augstburger und Pierrette Lamezan hat sie das Buch verfasst: «Bumerang Frauenquote. Für Gleichberechtigung statt Gleichstellung.» Margit Osterloh ist emeritierte Professorin für Betriebswirtschaft der Uni Zürich und Gründerin der Forschungsplattform «Crema».

Duration:00:26:25

Ask host to enable sharing for playback control

Tagesgespräch: Corine Mauch

5/19/2026
Nach 17 Jahren tritt Corine Mauch (SP) als Zürcher Stadtpräsidentin ab. Im Gespräch zieht sie Bilanz, kritisiert die mangelnde Berücksichtigung der Städte in der nationalen Politik, spricht über ihre Frau und erklärt, warum mehr bauen nicht automatisch zu tieferen Mieten führt. Das sei eine Mär. Wer die prägenden und erfolgreichsten linken Politikerinnen und Politiker der vergangenen zwanzig Jahre aufzählt, landet rasch bei Corine Mauch. Seit 2009 steht sie an der Spitze der grössten Schweizer Stadt und damit eines zentralen wirtschaftlichen Motors des Landes. Zürichs erste Stadtpräsidentin prägte die Stadt politisch und gesellschaftlich - nun hört sie nach 17 Jahren auf. Corine Mauch ist zu Gast bei David Karasek.

Duration:00:26:26

Ask host to enable sharing for playback control

Abstimmungskontroverse zur Nachhaltigkeitsinitiative

5/18/2026
Die SVP Nachhaltigkeitsinitiative verlangt, dass bis 2050 die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz 10 Millionen Menschen nicht überschreitet. Dafür soll die Zuwanderung stärker begrenzt werden. Die Partei begründet dies mit dem Schutz von Umwelt und Lebensqualität: Weniger Menschen bedeuteten weniger Druck auf Infrastruktur, Wohnraum, Verkehr, Energie und Landschaft. Kritiker hingegen warnen, dass eine starre Obergrenze den Arbeitskräftemangel verschärfen, das Wirtschaftswachstum bremsen und den Wohlstand der Schweiz gefährden könnte. Zudem könnte eine starre Begrenzung der Zuwanderung zu Spannungen mit der EU und zur Auflösung von internationalen Abkommen führen. Über Vor- und Nachteile der Initiative diskutieren SVP-Präsident Marcel Dettling und SP-Co-Präsident Cédric Wermuth.

Duration:00:26:36

Ask host to enable sharing for playback control

Wie lange verhandelt die Schweiz noch mit den USA, Herr Parmelin?

5/16/2026
Seit Monaten verhandelt die Schweiz mit den USA über ein Handelsabkommen – bisher ohne Resultat. Derweil werden von der Schweiz bestellte Rüstungsgüter aus den USA immer teurer. Wie reagiert Bundespräsident Guy Parmelin? Im Januar hat der Bundesrat Verhandlungen mit den USA gestartet und im März bekräftigt, sie weiterzuführen, obschon der Oberste Gerichtshof der USA im Februar festgestellt hat, dass US-Präsident Donald Trump gar nicht befugt gewesen sei, Zusatzzölle zu verhängen. Diesen Mittwoch hat der Bundesrat die Lage in einer Klausur erörtert. In der «Samstagsrundschau» sagt Bundespräsident Guy Parmelin, wie es nun weitergehen soll. Thema in der Sendung ist auch die Europäische Union, die trotz Einigung mit dem Schweizer Bundesrat auf ein ganzes Vertragspaket massiv höhere Zölle für Schweizer Stahlproduzenten verhängen und eine neue Verordnung zu arbeitslosen Grenzgängern einführen will, welche die Schweiz nach Schätzungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zusätzlich bis zu 900 Millionen Franken pro Jahr kosten könnte. Bundespräsident Guy Parmelin stellt sich den Fragen von Philipp Burkhardt. Ergänzend zum «Tagesgespräch» finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle «Samstagsrundschau».

Duration:00:28:55

Ask host to enable sharing for playback control

Katja Früh: Satirischer Blick auf die Sterbehilfe

5/15/2026
Heute beginnen die Solothurner Literaturtage. Die Regisseurin Katja Früh stellt dort ihren ersten Roman vor: Mit 72 Jahren hat sie ein Buch über Sterbehilfe geschrieben. «Vielleicht ist die Liebe so» erzählt von einer Frau, deren Mutter sterben möchte. Es ist auch Frühs eigene Geschichte. Katja Früh schuf die Fernsehserie «Lüthi und Blanc». Jetzt hat die Regisseurin, Drehbuchautorin, Dramatikerin und Kolumnistin ihren ersten Roman geschrieben. In «Vielleicht ist die Liebe so» erzählt Katja Früh von der komplizierten Beziehung zwischen einer Tochter und ihrer alternden Mutter. Diese hat beschlossen, mit Sterbehilfe aus dem Leben zu scheiden und verlangt von ihrer Tochter, sie bei den Vorbereitungen zu begleiten. Der Roman zeigt, welche Spuren narzisstische Mütter hinterlassen können. Gleichzeitig wirft er eine hochaktuelle Frage auf: Darf man Sterbehilfe in Anspruch nehmen, nicht aus Krankheit oder Leidensdruck, sondern weil man nicht alt werden möchte? Katja Früh ist zu Gast bei David Karasek im mobilen SRF Studio an den Solothurner Literaturtagen.

Duration:00:26:47

Ask host to enable sharing for playback control

Annette Dittert: «Die Regierungskrise ist massiv»

5/13/2026
Was ist los in Grossbritannien? Premier Keir Starmer steht unter grossem Druck. Kann er sich an der Macht halten? Und ist das Land noch regierbar, angesichts der häufigen Wechsel der Premiers? Annette Dittert war viele Jahre Korrespondentin der ARD in London. Sie ist zu Gast bei Simone Hulliger. Starmer werde diese Krise mittelfristig nicht überstehen, ist Dittert überzeugt. Hinter den Kulissen sei das Gerangel um seine Nachfolge bereits in vollem Gange. Starmer habe Wandel versprochen, aber das Versprechen nicht halten können. Es werde aber auch für einen Nachfolger nicht einfach, das Land zu regieren, ist Dittert überzeugt. Sie erklärt, wie der Brexit Grossbritannien verändert hat, warum viele den Austritt aus der EU bereuen, aber dennoch die Partei des «Brexiteers» Nigel Farage wählen und ob es die vielbesagte britische Gelassenheit noch gibt.

Duration:00:24:25

Ask host to enable sharing for playback control

Ruth-Gaby Vermot: «Frauen müssen den Frieden mitverhandeln»

5/12/2026
1000 Frauen für den Friedensnobelpreis nominieren – das war 2005 die Idee der ehemaligen SP-Nationalrätin und Europarätin Ruth-Gaby Vermot. Seit über 20 Jahren setzt sie sich dafür ein, dass Frauen bei Friedensverhandlungen mit am Tisch sitzen. Auch bei den Kriegen gegen die Ukraine oder im Sudan. Die Uno-Resolution 1325 gibt es vor: Frauen müssen bei Friedensverhandlungen gleichberechtigt beteiligt sein. Sicherheit ist nicht eine rein militärische Frage, sondern eine gesellschaftliche. 2005 nominierte die Initiative «1000 Frauen für den Friedensnobelpreis» 1000 Frauen, die sich weltweit für Frieden einsetzen. Damit sollte die Friedensarbeit von Frauen aus unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten sichtbar gemacht werden. Daraus bildete sich die Organisation Peace Women Across the Globe. Nach über 20 Jahren hat Ruth-Gaby Vermot-Mangold das Präsidium abgegeben. Seit 2010 haben sich die bewaffneten Konflikte verdoppelt. Wie und wo bringen sich Frauen in den Friedensprozess ein? Wo gelingt es? Ruth-Gaby Vermot ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

Duration:00:26:00

Ask host to enable sharing for playback control

Thierry Steiert: «Endlich hatten wir das nötige Glück»

5/11/2026
Der Jurist und SP-Politiker Thierry Steiert war zehn Jahre lang Stadtpräsident von Freiburg. Kurz nach seinem Abschied gewann HC Freiburg-Gottéron erstmals die Schweizer Meisterschaft - über 90 Jahre nach der Clubgründung. Für Steiert ein perfekter politischer Schlusspunkt. Zwischen der Universitätsstadt Freiburg und dem Kanton knirscht es seit Jahren heftig. Die Stadt entwickelt sich politisch immer mehr nach links, der Kanton hingegen pflegt seine bürgerlichen Wurzeln. Als auf dem Land geborener Stadtpräsident war Thierry Steiert oft auch als Vermittler gefragt - etwa wenn es darum ging zu erklären, warum Freiburg als erste Schweizer Stadt Tempo 30 einführte oder in der Innenstadt Parkplätze aufhob, um den Lebensraum der Stadtbevölkerung aufzuwerten. Manchmal ermahnte der SP-Mann aber auch sein eigenes politisches Lager, es mit der progressiven Politik nicht auf die Spitze zu treiben. Umso mehr freut sich Steiert, dass der Eishockeyclub HC Freiburg-Gottéron nun den Schweizer Meistertitel gewann, denn dieser Club wird von allen geliebt und im Eisstadion auch besungen. 80'000 Menschen haben in der Stadt Freiburg «ihre» Eishockeyspieler bejubelt – also doppelt so viele Menschen, wie die Stadt Einwohner hat. Thierry Steiert ist Gast im Tagesgespräch bei SRF-Westschweiz-Korrespondent Philippe Reichen.

Duration:00:24:27

Ask host to enable sharing for playback control

Samstagsrundschau: BAG-Diretorin zu den Impfverträgen

5/9/2026
Die Schweiz hat den Covid-Impfstoffherstellern die Haftung abgenommen. War dieser Entscheid verantwortbar, zumal der Bund bei der Unterzeichnung über die Risiken des Impfstoffs noch gar nicht Bescheid wissen konnte? Kritische Fragen an Anne Lévy, Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Anne Lévy hat einen Teil der Impfverträge mit Moderna und Novavax selbst unterzeichnet. Hat der Bund überhaupt versucht, die Haftungsübernahme wegzuverhandeln? War das Risiko verantwortbar? Und: Würde der Bund das nächste Mal wieder die Haftung im gleichen Umfang übernehmen von den Herstellern? In der Samtagrundschau nimmt die BAG-Direktorin Stellung. Thema ist aber auch die Aktualität: Die Schweiz hat einen ersten Fall eines Hantavirus-Infizierten. Das BAG beruhigt und erwartet keine weiteren Fälle. Nimmt die Behörde die potentiell gefährliche Virusvariante ernst genug? Und schliesslich: Das Ringen mit der Pharmaindustrie. Die Medikamentenhersteller verlangen höhere Preise für neue Medikamente, während es bei älteren Medikamenten laufend zu Engpässen kommt. Der Bundesrat will die Pharmaindustrie mit bis zu einer halben Milliarde Franken pro Jahr subventionieren, wenn sie Schritte unternehmen für eine Produktion in der Schweiz oder für sichere Lieferketten. Sind solche Subventionen an eine prosperierende Industrie wirklich nötig? Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

Duration:00:29:08

Ask host to enable sharing for playback control

Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Krieg, Recht, Weicheier

5/8/2026
Trotz Waffenruhe haben sich die USA und Iran gegenseitig attackiert. Die deutsche Verteidigungspolitikerin Strack-Zimmermann (FDP) bezeichnet den Iran als Unterstützer von Terrorgruppen und hält den militärischen Angriff für nachvollziehbar. Und: Sie äussert sich zu einem Jahr Kanzler Merz. Marie-Agnes Strack-Zimmermann sitzt für die FDP im EU-Parlament und ist dort Chefin des EU-Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung. Bis 2024 war sie Sicherheitspolitikerin im Deutschen Bundestag. Im Tagesgespräch mit David Karasek fortert sie mehr Härte. Von der deutschen Regierung und gegenüber den Feinden der Demokratie. Und sie kritisiert Kanzler Friedrich Merz nach seinem ersten Amtsjahr.

Duration:00:26:42

Ask host to enable sharing for playback control

Thierry Carrel: «War überrascht, dass ich nicht befragt wurde»

5/7/2026
Der renommierte Herzchirurg Thierry Carrel war 2021 interimsmässig in der Leitung der Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich nach Francesco Maisano. Er kannte und kritisierte bereits früh die dortigen Zustände. Für die Administrativuntersuchung der Herzchirurgie am USZ wurde er nicht befragt. Würden die Todesfälle in der Herzchirurgie zwischen 2016-2020 im USZ mit der Sterblichkeit am Universitätsspital insel in Bern verglichen, dann schätzt Thierry Carrel die Zahl der Personen, die in Zürich gestorben sind, in Bern aber überlebt hätten, deutlich höher ein, als der Untersuchungsbericht sie ausweist. Forschung ist ein wichtiger Teil einer Universitätsklinik, doch müssten gerade dort die Kontrollen besonders gross sein. Die Zusammenarbeit mit der Industrie könne sehr lukrativ sein, was Kontrollen noch dringlicher machten. Warum hat Carell nicht am Untersuchungsbericht mitgearbeitet, da er die damaligen Verhältnisse bestens kennt? Wie konnte es zu diesem Skandal kommen und was kann für die Zukunft gegen solche Entwicklungen gemacht werden? Thierry Carrel ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

Duration:00:26:29

Ask host to enable sharing for playback control

Jennifer Diedler: «Eine gute Fehlerkultur ist im Spital zentral»

5/6/2026
Seit anfangs Jahr leitet Jennifer Diedler das Universitätsspital in Bern. Ihr Vorgänger musste gehen, das Klima war schlecht, Mitarbeitende sprachen von einem Klima der Angst. Was will Diedler in Bern verändern? Jennifer Diedler ist zu Gast bei Simone Hulliger. Der Fall des Unispitals Zürich macht auch Diedler betroffen. Wegen schweren Fehlen kam es zu einer Übersterblichkeit in der Herzchirurgie. Es sei wichtig, dass alles Spitäler Lehren daraus ziehen. Es müsse ein Umdenken stattfinden, sagt Diedler, eine gute Fehlerkultur sei zentral. Im Tagesgespräch erzählt Diedler, wie sie die Inselgruppe führen will, wie sie die Arbeitsbedingungen der Pflegenden verbessern will und wie ein digitales Spital der Zukunft aussehen soll. Jennifer Diedler leitete vorher rund vier Jahre das Universitätsklinikum des Saaralandes.

Duration:00:26:11

Ask host to enable sharing for playback control

Patricia Danzi: Die unsichtbare Front des Iran-Kriegs

5/5/2026
Der Krieg im Iran verschärft die Krisen in anderen Weltregionen. Die Blockade der Strasse von Hormus treibt die Preise nach oben und trifft am Ende die Verwundbarsten, sagt die Chefin der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), Patricia Danzi. Drastische Auswirkungen auf ärmere Länder: Die Kriege im Nahen Osten, steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie die Blockade wichtiger Handelsrouten treffen einkommensschwache Länder besonders hart. Diese haben keine Reserven für Subventionen, was zu steigenden Preisen führt und die Mittelschicht sowie die Ärmsten belastet. Und: Laut einer neuen OECD-Studie ist die weltweite Entwicklungshilfe um 23% eingebrochen – ein noch nie dagewesener Rückgang. Was sind die konkreten Auswirkungen? Patricia Danzi, die Chefin der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), ist zu Gast bei David Karasek.

Duration:00:26:14

Ask host to enable sharing for playback control

Andres Geber: «Wir produzieren Fallhöhe»

5/4/2026
Der FC Thun ist zum ersten Mal Schweizermeister. Somit gelingt dem Aufsteiger ein historischer Erfolg, der weit über die Landesgrenzen hinaus für Schlagzeilen sorgt. Wie war dieser Titelgewinn möglich? Andres Gerber, Präsident des FC Thun, ist zu Gast bei Simone Hulliger. Gerber ist seit über 20 Jahren beim FC Thun. Er war Spieler, Trainer, Sportchef und nun Präsident. Dabei hat er sowohl Höhepunkte als auch Abstürze erlebt. Dass der Club trotz deutlich kleinerem Budget als manch ein anderer Ligakonkurrent obenauf schwingt, ist bemerkenswert. Wie gelang es Gerber, ein Team zu formen, das als Kollektiv überzeugt? Spielt Geld im Fussball doch nicht die entscheidende Rolle? Und wie gross ist die Gefahr, dass nach diesem Höhenflug erneut ein Absturz droht?

Duration:00:26:22

Ask host to enable sharing for playback control

Warum kommen die Grünen auf keinen grünen Zweig, Frau Trede?

5/2/2026
Nach sechs Jahren als Fraktionspräsidentin der Grünen Partei verlässt Aline Trede das Bundeshaus und wechselt in die Berner Kantonsregierung. Die «Samstagsrundschau» will von ihr wissen, warum sich die Grünen im Tief befinden. Diese Woche hatte sie ihren letzten Auftritt als Nationalrätin im Rahmen der Sondersession. Am 1. Juni übernimmt Aline Trede die Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern. Für sie persönlich ist die Wahl in die Berner Regierung ein grosser Erfolg. Ihre Partei hingegen erleidet seit Monaten eine Schlappe nach der anderen. In den 14 Kantonen, in denen in den letzten zwei Jahren gewählt worden ist, haben die Grünen von allen Parteien am meisten Wähleranteile und Sitze verloren. In der eidgenössischen Volksabstimmung vom 8. März ist die «Klimafonds-Initiative» der Grünen mit 71% Nein-Stimmen regelrecht abgeschmettert worden. Was macht die Partei falsch? Warum schafft sie es nicht, von ihrem Image als Verhinderin und Bremserin wegzukommen? Aline Trede stellt sich in der «Samstagsrundschau» den Fragen von Philipp Burkhardt. Und äussert sich zum Vorwurf, die von den Grünen diese Woche mitlancierte «Mobilitätsbon-Initiative», die erneut die vom Volk bereits abgelehnte Flugticketabgabe fordert, sei eine Zwängerei. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

Duration:00:28:52

Ask host to enable sharing for playback control

Severin Moser: «Zahlen zu Teilzeit haben mich erstaunt»

5/1/2026
Der Arbeitgeberverband hat rund um den Begriff «Lifestyle-Teilzeit» eine Debatte ausgelöst. Für den Präsidenten Severin Moser geht mit Teilzeit ein Potential von 86 000 Vollzeitstellen verloren. Ist die Wahl von Teilzeitarbeit aber auch der steigenden Arbeitsbelastung geschuldet? In Deutschland prägte der Wirtschaftsflügel der CDU und Teile der Arbeitgeberverbände den Begriff der Lifestyle-Teilzeit. Damit verbunden ist die Forderung nach einer Abschwächung des Gesetzes auf einen Anspruch auf Teilzeitarbeit. In der Schweiz gibt es keinen Anspruch auf Teilzeitarbeit, es sind immer Vereinbarungen zwischen den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und den Angestellten. Haben es somit die Arbeitgeber in der Hand, wie viel Teilzeit in der Schweiz gearbeitet wird? Der Arbeitgeberverband fürchtet sich vor einem Mangel an Arbeitskräften und möchte diese Lücke mit möglichst vielen möglichst hochprozentig arbeitenden Angestellten füllen. Studien zeigen, dass sich die Arbeitsbelastung und der Stress am Arbeitsplatz ständig erhöhen. Sind hier auch die Arbeitgeber gefordert? Welche Massnahmen könnten Abhilfe bringen? Gewerkschaften und der SAV haben unterschiedliche Vorstellungen. Severin Moser ist Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes und zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

Duration:00:26:26